Rommerskirchen:Stiftung Weizenkorn bringt Köln ins Caritashaus
Stiftung Weizenkorn bringt Köln ins Caritashaus St. Elisabeth Rommerskirchen
„Et Hätz schleiht för Kölle“ – das war im Caritashaus St. Elisabeth in Rommerskirchen deutlich zu spüren. Mit viel Charme, Witz und kölscher Lebensfreude nahm der Köln-Lotse Uli Kievernagel die Seniorinnen und Senioren mit auf einen ganz besonderen Stadtrundgang – und das ganz bequem vom Stuhl aus.
Schon zu Beginn entführte er seine Gäste in die spannende Geschichte der Stadtgründerin Agrippina. Die schöne und zugleich äußerst durchsetzungsstarke Frau wusste schon vor fast 2.000 Jahren genau, wie sie ihre Ziele erreichen konnte. Mit viel Humor und lebendigen Erzählungen ließ der Köln-Lotse die Geschichte Kölns lebendig werden. Natürlich durften auch die kölschen Originale nicht fehlen. So erfuhren die Zuhörerinnen und Zuhörer, wie das „Schmitze Billa“ der Legende nach zu seiner Villa in Poppelsdorf gekommen sein soll – eine herrlich kölsche Geschichte aus dem Repertoire des unvergessenen Willi Ostermann. Die Figuren, die bis heute den Ostermann-Brunnen in Köln schmücken, wurden dabei ebenso lebendig wie die vielen kleinen Anekdoten, die Köln so einzigartig machen.
Mit einem Augenzwinkern räumte Uli Kievernagel außerdem mit einem weitverbreiteten Irrtum auf: Der historische Römische Weg in Köln konnte an der heute bekannten Stelle gar nicht verlaufen sein. Auch die heutige Anordnung entspricht nicht dem ursprünglichen Verlauf – denn die einstige Kreidenummerierung wurde schlicht von einem kräftigen Regenschauer fortgespült. Es wurde viel gelacht, geschmunzelt und natürlich kräftig mitgesungen. Gemeinsam erklangen bekannte kölsche Lieder, bei denen viele Bewohnerinnen und Bewohner textsicher einstimmten.
Für das leibliche Wohl sorgte das engagierte Team des Caritashauses St. Elisabeth, das die Gäste mit Kölsch, frisch gebackenen Rievkooche und einem leckeren Halven Hahn verwöhnte. So wurde der Nachmittag nicht nur zu einer Reise durch die Geschichte Kölns, sondern auch zu einem echten kölschen Erlebnis für alle Sinne.
Zum Abschluss wartete noch eine besondere Herausforderung: Beim großen Köln-Test konnten die Seniorinnen und Senioren ihr neu erworbenes Wissen unter Beweis stellen – und bestanden mit Bravour. Mit voller Punktzahl zeigten sie, dass sie an diesem Nachmittag zu echten Köln-Experten geworden waren.
Ermöglicht wurde diese besondere Veranstaltung durch die großzügige Unterstützung der Stiftung Weizenkorn des Kirchengemeindeverbandes Rommerskirchen-Gilbach. Dafür gilt der Stiftung ein herzlicher Dank. Ebenso bedanken wir uns beim gesamten Team des Caritashauses St. Elisabeth für die liebevolle Organisation und Bewirtung sowie bei Uli Kievernagel, der mit seiner unverwechselbaren Art Geschichte, Brauchtum und kölsche Lebensfreude auf wunderbare Weise miteinander verbunden hat. Die vielen strahlenden Gesichter und die angeregten Gespräche nach der Veranstaltung zeigten eindrucksvoll, wie sehr dieser Nachmittag die Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner berührt hat. Ein Nachmittag voller Erinnerungen, Gemeinschaft und echter kölscher Lebensfreude – Kölle Alaaf!
